"Moses - ein echt cooler Retter"
Religiöses Wochenende der 2.-4. Klassen
vom 25.4.-27.4.08
Zum dritten Mal in unserer Schulgeschichte machten sich 33 Kinder und 6 Betreuer Ende April auf den Weg nach Wegberg zu einem gemeinsamen religiösen Wochenende.
Diesmal stand alles unter dem Motto: "Moses - ein echt cooler Retter".
Nachdem am Freitag Nachmittag alle Betten bezogen waren, verabschiedeten wir die Eltern und Geschwister in einer großen Abschiedsrunde und machten uns ans Werk. Haus und Hof, Speiseplan und Teilnehmer wurden genau erkundet.
Ein tolles Thema wartete auf uns.
Auch die Kapelle war schon voll ins Thema eingetaucht: Ein langer Nil durchströmte den Raum. An seinem Ufer warteten vier Stationen auf uns: Moses im Weidenkörbchen, ein brennender Dornbusch, ein großer Wanderstab und ein mächtiger Stein. Was sollte das alles bedeuten?
Die biblische Geschichte von Moses sollte es uns erzählen...
Mit Bildern und Liedern wurde uns die lange und aufregende Geschichte erzählt.
Damit war der erste Abend schon fast vorbei, denn nach allgemeinem Zähneputzen und einer kuscheligen Gute-Nacht-Geschichte war es Zeit für's Bett. Das glaubten zumindest die Betreuer...
Der nächste Tag sollte viele Überraschungen bringen!
Nach einer recht kurzen Nacht für viele "Mitternachtparty-Besucher" stärkten wir uns erstmal mit einem reichhaltigen Frühstück. Und dann ging's ran ans Werk: An vier Arbeitsstationen wurden wichtige Stationen im Leben von Moses genauer unter die Lupe genommen:
Moses im Weidenkörbchen:
Wir lasen den Teil der Geschichte noch mal genau nach und machten uns Gedanken um Sorgen und Nöte der Israeliten in Ägypten und ganz besonders um die Gefühle von Lea, der Mutter Moses. Dann bastelten wir kleine "Hoffnungsboote" mit guten Wünschen für den kleinen Moses und ließen sie auf dem Nil in der Kapelle schwimmen.
Der brennende Dornbusch:
Moses steht vor einer besonderen Aufgabe - und Gott ist bei ihm.
"Gibt es Situationen in deinem Leben, in denen du auch ganz besonders gefordert bist? Machen sie dir Angst? Wer ist dann bei dir und begleitet dich?" - diese Fragen stellten wir uns und bastelten einen eigenen brennenden Dornbusch.
Der Auszug aus Ägypten
Sonderbar kam es den Einwohnern von Wegberg vor, als Kindergruppen durch die Straßen Richtung Wald zogen und bei herannahenden Menschen oder Autos in Verstecke flüchteten mit den Rufen: "Die Ägypter kommen! Versteckt euch! Ein Streitwagen!" Unter der Anleitung von Peter Stamm und Jens Reibiger hatten sich die Kinder entschlossen, der Sklaverei des Abschreibens - angeordnet von der Pharaonin Frau Egbers- zu entfliehen und in das gelobte Land auf der anderen Seite des großen Flusses zu flüchten.
Dies konnte aber nur gelingen, wenn die ganze Gruppe zusammenhielt. Man musste dem Anderen blind vertrauen. So führte der eine den anderen mit verbundenen Augen durch manches Labyrinth.
Da konnte es auch mal passieren, dass Limo aus dem Baum floss, wenn man mit dem Stab dagegen schlug und Schoko-Manna vom Himmel fiel genau wie damals Manna in der Wüste die Israeliten vor dem Hungertod bewahrt hatte. Dann musste noch der große Fluss überquert werden ... so mancher Turnschuh musste dran glauben. Aber die Kinder haben diese Herausforderung mit Bravour gemeistert. Ein Rollenspiel hatte uns in die Zeit Moses zurückversetzt.
Die zehn Gebote
Moses schrieb die 10 Gebote, die Gott ihm gegeben hatte auf zwei Steintafeln. Was das bedeutete, konnten die Kinder hier unter der Anleitung von Herrn Müller und Herrn Nix selbst ausprobieren.
In zwei große graue Ytong-Steine wurden die 10 Gebote gemeißelt. Jedes Kind durfte sich dann auch noch das Gebot, das ihm am wichtigsten war in Gips schreiben und als Andenken mit nach Hause nehmen. Welch schweißtreibende Aufgabe da auf uns zukam... Rund 70kg Gips mussten angerührt werden!
Die Ergebnisse können in der St.Josef-Kirche bewundert werden. Dort sind die zwei Gebotstafeln ausgestellt.
Ein ereignisreicher Tag lag hinter uns und sollte noch nicht zu Ende sein:
Am Lagerfeuer sangen wir Lieder, machten unser eigenes Stockbrot und brachen in den späten Abendstunden noch zur ersehnten Nachtwanderung auf.
Danach fielen alle hundemüde , aber glücklich ins Bett...
Der Sonntag wurde zu einem Tag der Entspannung, frei nach dem Motto: "Am siebten Tage ruhte Gott" - wir taten es auch, hatten wir doch am Vortag so vieles auf die Beine gestellt.
Nach einem schönen Frühstück und einer entspannenden Tennisball-Massage genossen wir die Sonne, beendeten noch unfertige Arbeiten und räumten unsere Lager auf. Am frühen Nachmittag kamen dann die Eltern und einige Lehrer zu einem kleinen Abschlussgottesdienst, indem wir zeigen konnten, was wir alles erlebt und auf die Beine gestellt hatten.
Bei Kaffee und Kuchen und schönstem Sonnenschein ließen wir dann das Wochenende gemeinsam ausklingen...
So mancher freute sich bestimmt schon auf sein heimisches Bett und die Waschmaschine freute sich über eine volle Ladung dreckiger Sachen...
Aber wir alle freuen uns auf ein neues religiöses Wochenende!
Unser besonderer Dank gilt den Betreuern Monika Schieren, Thomas Müller, Andreas Nix und Jens Reibiger und natürlich 33 wundervollen Kindern, die das Wochenende zu dem machten, was es für uns alle war: ein außergewöhnliches Erlebnis.
Herzlich danken möchten wir auch unserem Förderverein und dem Erzbistum Köln für ihre finanzielle Unterstützung!
Peter Stamm und Nina Egbers
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